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Spaniens 100%ige Grundsteuer für Käufer aus Nicht-EU-Ländern: Update vom Juni 2025

Spaniens 100%ige Grundsteuer für Käufer aus Nicht-EU-Ländern: Update vom Juni 2025

Spaniens Sozialistische Partei (PSOE) hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der eine nationale Steuer von 100 % auf Immobilienkäufe durch nicht in der EU ansässige Käufer vorsieht. Dieser Vorschlag, der Teil der Wohnungsbaureform von Pedro Sánchez vom Januar 2025 ist, steht vor erheblichen politischen und rechtlichen Herausforderungen.

Wie die 100%ige Grundsteuer funktionieren würde

Dieser neue Gesetzesvorschlag ergänzt die bestehenden Grunderwerbssteuern und verdoppelt effektiv die Kaufpreise:

Beispiel:

  • Immobilienpreis: €250,000
  • Ortstaxe (10%): 25.000 €
  • Neue nationale Steuer (100%): 225.000 €
  • Gesamtkosten: 500.000 €

Wichtige Befreiung: Neubauten bleiben unberührt, da sie eher unter die Mehrwertsteuer als unter die Grunderwerbssteuer fallen.

Wer ist betroffen?

Die Steuer richtet sich an Käufer auf der Grundlage ihres steuerlichen Wohnsitzes, nicht ihrer Staatsangehörigkeit:

Betroffen: Nicht-EU-Steueransässige, einschließlich spanischer Staatsbürger, die außerhalb der EU leben Befreit: EU-Steueransässige unabhängig von ihrer Nationalität, Käufer von Neubauten

Politische Opposition

Die PSOE hat keine parlamentarische Mehrheit und stößt auf starken Widerstand:

  • Oppositionsparteien (PP, Vox): Vollständige Ablehnung
  • Koalitionspartner (Sumar): Zweifel geäußert
  • Regionale Gebietskörperschaften: Bevorzugen lokale Entscheidungsfindung
  • Frist 4. Juni: Parteien können Vetos einlegen

Rechtliche Herausforderungen

Der Vorschlag stößt auf verfassungsrechtliche und EU-rechtliche Hindernisse:

Spanische Verfassungsfragen:

  • Kann gegen das verfassungsrechtliche Verbot der konfiskatorischen Besteuerung verstoßen
  • Ein Steuersatz von 100 % nähert sich dem Niveau der Vermögensbeschlagnahme

Kollisionen mit dem EU-Recht:

  • Verstößt gegen die Grundsätze des freien Kapitalverkehrs
  • Diskriminierende Behandlung könnte zu einer Anfechtung durch die Europäische Kommission führen
  • Präzedenzfall von 2014: EuGH zwang Spanien, Erbschaftsteuervergünstigungen auf Nicht-EU-Bürger auszuweiten

Auswirkungen auf den Markt und Alternativen

Der Vorschlag schafft Unsicherheit, obwohl er noch nicht Gesetz ist. Käufer außerhalb der EU könnten Folgendes in Betracht ziehen:

  • Einkauf über spanische/EU-ansässige Unternehmen
  • Fokus auf Neubauten
  • Überwachung der Entwicklungen vor dem Commit

Aussicht

Der Vorschlag stößt auf unüberwindbare Hindernisse:

  • Fehlende politische Unterstützung
  • Verfassungsrechtliche Anfechtungen
  • Vorrang des EU-Rechts
  • Historischer Präzedenzfall gegen diskriminierende Politik

Empfehlungen

Das Gesetz ist noch NICHT in Kraft (und ich bezweifle, dass es in diesen Begriffen jemals in Kraft sein wird).

Käufer aus Nicht-EU-Ländern sollten sich auf dem Laufenden halten, Panikentscheidungen vermeiden und Juristen konsultieren. Das Überleben des Vorschlags in seiner jetzigen Form scheint angesichts des politischen Widerstands und der rechtlichen Zwänge unwahrscheinlich.

Spaniens Bekenntnis zum EU-Recht und zu den Verfassungsgrundsätzen bietet eine solide Grundlage für die Bekämpfung diskriminierender Steuern, so dass dieser dramatische Vorschlag eher Schlagzeilen macht, als dass er praktisch durchführbar ist.

Schauen Sie sich mein YouTube-Video an, um alle Details zu erfahren.

 

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